Impingement-Syndrom

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Als subacromialer Raum wird der Bereich unterhalb des Schultereckgelenkes bezeichnet. Er wird von unten durch den Humeruskopf und von oben durch das Akromion begrenzt. Das Akromion ist eine Apophyse (Knochenfortsatz) der Scapula (Schulterblatt). Durch den subacromialen Raum zieht die sogenannte Rotatorenmanschette, die von den Sehnen des Musculus Supra-  und Infraspinatus, Musculus subscapularis und Musculus teres minor gebildet wird. Ausser der Rotatorenmanschette  befindet sich im subacromialen Raum noch die Bursa subacromialis, das ist ein Schleimbeutel mit Gleitfunktion für die Sehnen der Rotatorenmanschette.
Mit zunehmenden Alter kommt es zur Verringerung des subacromialen Raums durch Bildung von Osteophyten am Acromion. Osteophyten sind knöcherne Anbauten, die sich am Rand von Knochen im Zuge von degenerativen Veränderungen bilden.

Durch die Verringerung des subacromialen Raums kommt es zum Funktionsverlust der Sehnen und schließlich zu deren Entzündung, die sich mit Schulterschmerzen äußert. Hält diese Situation über einen längeren Zeitraum an, kann eine Rissbildung einer oder mehrerer Sehnen folgen.

Die Behandlung des Impingement-Syndrom erfolgt zunächst konservativ mit der Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten (NSAR), Physiotherapie, Bewegungs- und Kräftigungsübungen. Bei fehlendem Erfolg besteht als zweiter Schritt die Möglichkeit der Infiltration von Kortison oder Wachstumshormonen.
Bleibt weiterhin die Symptomatik bestehen, wird ein chirurgischer Eingriff empfohlen. Heutzutage wird die Arthroskopie des Schulter der offenen Acromioplastik vorgezogen. Sie erlaubt, den subacromialen Raum zu erweitern und falls notwendig, die Sehne zu reparieren.