Hüftarthroplastik/totale Hüftprothese

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Das Auftreten der Hüftgelenkarthrose hat merklich zugenommen, je nach geografischer Region zwischen 10% und 25% der Bevölkerung.

Ätiologie:

  1. Idiopathisch.
  2. Sekundär:
  • Traumatisch.
  • Angeboren.
  • Osteonekrose.
  • Septisch.
  • Als Folgeerkrankung. (M. Perthes, Epiphysiolyse, angeborene Hüftdysplasie).

Symptome:

Es treten Schmerzen in der Leistengegend auf mit Einschränkung der Gehfähigkeit. Diese können in den vordere Außenseite des Oberschenkels ausstrahlen, die die Beweglichkeit des Gelenks vermindern und den Patienten in seinen alltäglichen Aktivitäten wie Treppensteigen, Schuhe anziehen etc. einschränken.

Diagnostik:

Die Diagnose kann anhand einer guten Anamnese gestellt werden, wobei diese jedoch immer durch Röntgenaufnahmen und Magnetresonanztomografie gesichert werden sollte.

Therapie:

Die erste Möglichkeit ist eine konservative Behandlung:

  • Nichtsteroidalen Antirheumatika und Schonung.
  • Benutzen eines Gehstocks, um das Hüftgelenk zu entlasten.
  • Gewichtsabnahme.

Die Indikation zur Operation mit Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks wird beim Versagen der konservativen Therapie gestellt.

Techniken:

  1. Hüftkopf-Teilendoprothese werden selten bei Patienten mit Hüftarthrose eingesetzt. Sie werden bei älteren Patienten über 75 Jahren mit einer Schenkelhalsfraktur verwendet.
  2. Hüftkappenprothese (resurfacing).

  Kontraindikationen:

  • Knochenzyste im Femurkopf.
  • Osteoporotischer Femurkopf.
  • Schwangere.
3. Hüft-Totalendoprothese (TEP) besteht aus dem kompletten Ersatz des Hüftgelenks mit der Möglichkeit der Einzementierung abhängig von der Knochenqualität des Patienten. Meistens wird eine Keramik/Keramikgleitpaarung verwendet, da diese verschleißarm ist.

Komplikationen:

  • Lockerung
  • Infektion
  • Blutung

Nach einer Hüft-Totalendoprothese wird der Patient einige Tage zur Behandlung von Schmerzen und zur Anweisung von physiotherapeutischen Übungen stationär aufgenommen. Ab dem zweiten postoperativen Tag darf der Patient mit Hilfe von Krücken bei voller Belastung des operierten Beines gehen und  mit  einem intensiven Trainings-Programm mit aktiven und passiven Übungen unter strenger ärztlicher und physiotherapeutischer Aufsicht beginnen.

Mit Einsatz der neuen Prothesen-Typen werden hervorragende Ergebnisse erreicht hinsichtlich der langfristigen klinischen Verbesserung und nur ein kleiner Prozentsatz der Patienten benötigt eine erneute Operation aufgrund Lockerung einer der Komponenten.